14. Woche 31.10.-06.11. Mexico City, Teotihuacán & Oaxaca

Montag 31.10.: Weiterflug nach Mexico Stadt

Direkt nach dem Aufstehen checkten wir unsere Nachrichten von United Airlines und siehe da, die Auskunft, die wir am vorherigen Abend bekommen hatten, schien zu stimmen. Unser Gepäck war laut Benachrichtigung bei uns im Hotel angekommen. Hendrik machte sich also direkt auf den Weg zur Rezeption, um nachzufragen und kam dann tatsächlich mit beiden Gepäckstücken zurück. Wir aßen die letzten Reste des Essens, dass wir uns beim Tim Hortons zwei Tage zuvor geholt hatten, ehe wir unsere Sachen zusammenpackten und uns mit einem Uber auf den Weg zum Flughafen machten. Ohne jegliche Probleme klappte die Gepäckaufgabe und der Durchlass durch die Sicherheitskontrollen. Wir hatten somit genügend Zeit, um uns am Gate auszuruhen. Trotz der Freude, dass wir unser Gepäck wiederhatten, mussten wir schon zugeben, dass es sich mit leichtem Gepäck deutlich angenehmer reist. Aber vor allem, wenn man die warmen und kalten Regionen in einer Reise kombiniert, kann man nicht alles haben.

Der Flug verlief reibungslos und wir landeten um kurz vor 19Uhr Ortszeit in Mexico City. Wir waren gespannt, ob wir diesmal am Gepäckband auf unser Gepäck treffen würden. Diesmal klappte es und unsere Rucksäcke kamen auch direkt relativ am Anfang. Für nur umgerechnet 12 € fuhr uns das Uber für eine Stunde quer durch die Stadt zu unserer Unterkunft. Unsere Unterkunft ist ein sogenanntes „Micro-Loft“. Ausgestattet mit allen möglichen Annehmlichkeiten, von Bett, eigener Dusche, Mikrowelle und Fernseher, bis hin zum Schreibtisch und Kühlschrank ist alles vorhanden. Allerdings ist das alles auf minimalstem Raum. Wenn es hochkommt, ist die gesamte Unterkunft 10-12m² groß. Wir stellten unsere großen Rucksäcke ab und schon konnte man kaum noch treten, aber wir sind ja für die Stadt hier und nicht um auf dem Zimmer zu hocken.

Da wir außer dem Frühstück am Morgen noch nichts im Magen hatten und der Hunger entsprechend groß war, legten wir auch nur unsere Sachen ab, ehe wir uns auf die Nahrungssuche begaben. Wir gingen in das erstbeste Restaurant und aßen ganz typisch mexikanisch… Pizza. Nun gut, heben wir uns das mexikanische Essen, worauf sich insbesondere Hendrik schon sehr freut, dann halt für die nächsten Tage auf.

Dienstag 01.11.: Día de Muertos 

Wenn man nur die Einwohnerzahl Mexico Citys betrachtet, liegt diese mit 9 Millionen schon deutlich über der Einwohnerzahl von Alaska und British Columbia kombiniert. Wenn man den größeren Ballungsraum betrachtet, wird Mexico-Stadt mit über 21 Millionen Einwohnern betitelt, was immerhin einem Viertel von ganz Deutschland entspricht. Das bedeutete für uns, dass es ziemlich viel Trubel geben wird, im Vergleich zu den bisherigen Reisemonaten. Insbesondere auch, da an diesem Tag der „Día de Muertos“, der „Tag der Toten“, in Mexico gefeiert wird. Einer der wichtigsten Feiertage in Mexico, wo den Toten gedacht wird und umso mehr in der Stadt los ist. Wir waren darauf sehr gespannt.

Wir ließen uns in Richtung des historischen Stadtzentrums fahren und fingen dort an umherzuschlendern. Und es ging direkt ins Getümmel. Wir wurden am Zócalo oder übersetzt dem „Platz der Verfassung“ rausgelassen. In der Mitte des großen Platzes befindet sich eine überdimensionale Mexico Fahne und runder herum waren riesige geschmückte Skelette aufgebaut. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Überall war was los und für unsere Augen etwas Neues zu sehen. Alleine die Gebäude um den Platz herum waren schon grandios anzusehen. Neben dem Nationalpalast und Stadtregierungsgebäuden befindet sich auch die Kathedrale von Mexiko-Stadt am Zócalo. Letztere besichtigten wir auch direkt, nachdem wir uns durch die vielen Menschen geschoben hatten. In der schönen Kathedrale wurde gerade eine Predigt abgehalten, während stetig Besucher hineinkamen und das Gebäude bestaunten.

Kaum waren wir aus der Kathedrale raus, waren wir wieder inmitten von vielen Menschen. Vor uns waren viele geschmückte und kostümierte Personen, die in Ritualen Gläubige segneten. Es war sehr spannend, das zu sehen. Deren Aussehen erinnerte an die Azteken, die früher dieses Land besiedelt hatten. Direkt neben der Kathedrale kamen wir dann auch schon zu einer Ausgrabungsstätte. Überreste der Hauptpyramide (Templo Mayor) der antiken Stadt Tenochtitlan sowie weitere Gebäude- und Pyramidenfundamente wurden hier ans Tageslicht gebracht. Tenochtitlan, die Hauptstadt des Aztekenreichs lag einst auf einer Insel im Texcoco-See. Als die Spanier Tenochtitlan eroberten, zerstörten sie den Tempel und die Steine wurden zum Bau der Kathedrale verwendet.

Wir gingen nun endlich unseren wichtigen Zielen nach, einerseits Bargeld abzuheben und andererseits eine SIM-Karte zu kaufen, damit wir zumindest über etwas mobiles Internet verfügen, um etwas unabhängiger zu sein. Insbesondere, da wir beide quasi kein Spanisch sprechen und noch weniger verstehen. Es stellte sich auch heraus, dass die Meisten keinerlei Englisch sprechen. Naja, irgendwie wird das mit der Kommunikation schon werden. Wir lernen jedenfalls jeden Tag ein paar weitere Wörter spanisch. Wir waren schließlich bei einer Scotiabank angekommen, welche angenehmerweise eine Partnerbank der Deutschen Bank ist. Wir waren davon ausgegangen, dass es diese nur in Kanada und den USA gibt, aber auch hier ist sie häufig vertreten. Doch das mit dem Bargeld abheben funktionierte nicht so recht. Nachdem wir mithilfe von Google Übersetzer uns etwas verständigen konnten, wurden wir zu einem anderen Bankautomaten geschickt. Diesen fanden wir allerdings zunächst nicht. Da wir so einen Hunger hatten, es war schon Mittag und wir hatten noch kein Frühstück, gingen wir erstmal einen Happen Essen. Mit gefülltem Magen lässt sich alles besser erledigen. Wir fanden schließlich eine zweite Scotiabank und auch dort klappte das Bargeld abheben zunächst nicht. Bis Annelie bei einer Frau beobachtete, dass die Karten hier nicht wie bei uns üblich mit der kurzen Seite reingeschoben werden, sondern quer mit der langen Seite. Sowas muss man auch erstmal wissen, wenn es da nicht unbedingt steht. Mit diesem „Trick“ ging das Abheben dann auch ohne Probleme und wir hatten zumindest erstmal etwas Bargeld.

Weiter mit der Stadtbesichtigung. Bei tatsächlich relativ warmen, aber sehr angenehmen Temperaturen, liefen wir durch die Straßen und ließen uns von unserem Gemüt leiten. Die Straßen waren voll mit verkleideten Menschen, Dekorationen und geschminkten Gesichtern. Überall war Musik, Trommeln oder Marktschreier zu hören. Ein starker Kontrast zu den bisherigen Monaten, aber keinesfalls negativ. Diese ganze Energie und positive Grundstimmung waren einfach toll zu betrachten und zu fühlen. Der historische Teil Mexico-Citys gefiel uns ausgesprochen gut. Was uns auch wirklich beeindruckte, waren die schlichten Dimensionen dieser Stadt. Man läuft Kilometer um Kilometer und auf der Karte sieht es so aus, als wäre man noch gar nicht vorangekommen.

Im westlichen historischen Zentrum befindet sich der Palacio de Bellas Artes und der Torre Latinoamericana, ein großes Hochhaus, von welchem man angeblich eine sehr gute Sicht auf die Stadt hat. (Wir waren selber nicht oben). Hier besorgten wir uns unsere SIM Karte. Mithilfe des Google Übersetzers konnten wir uns irgendwie verständigen und die Mitarbeiter des Telcel-Ladens waren überaus geduldig und freundlich mit uns. Nach einer halben Stunde hatten wir dann unsere mexikanische Sim Karte und können so unterwegs ein wenig Internet nutzen. Gezahlt haben wir (Stand 2022) 529 MEX$/ 30€ für 6GB Internet. Wer einen anderen Tarif möchte, sollte sich am besten in einem Laden beraten lassen, da die Preise wohl flexibel festgelegt werden. Neben dem Telefonanbieter Telcel, gibt es auch weitere Anbieter wie bspw. AT&T. Hier soll die Netzabdeckung jedoch nicht so gut sein, weshalb wir uns persönlich fr Telcel entschieden haben. Alternativ zu einer physischen SIM Karte kann man auch eine E-SIM Karte, also eine online Karte kaufen. Hier waren uns persönlich die Preise jedoch zu hoch (70 US$ für 30 Tage unbegrenzte Daten) und auch die Netzabdeckung soll deutlich schlechter sein.

So langsam begannen unsere Füße weh zu tun. Also machten wir uns auf den Weg, um uns irgendwo hinzusetzen. So ganz einfach war die Essenssuche nicht, da es unserem Empfinden nach im historischen Zentrum nicht so viele hübsche, einfache Restaurants gibt. Wir fanden dann aber letzendlich doch noch eine kleine Straße mit vielen bunten Cafés und Bars, wo wir uns ausruhen konnten (Calle 5 de Febrero). Nach einem kühlen Getränk und ein paar leckeren Tacos ging es dann für uns in unsere Wohnung. Ein langer, spannender Tag voller Eindrücke geht zu Ende.

Mittwoch 02.11.: Mexico City – Roma

Für den Mittwoch hatten wir uns ein zweites Zentrum von Mexiko City vorgenommen. Wir wollten nach Roma. Dieser Stadtteil soll ein bisschen hipper und moderner sein, als das historische Zentrum. Mit dem Uber ging es für uns in einer halben Stunde zum Parque Mexico und wir merkten sofort, dass es hier ein wenig ruhiger und gemütlicher zugeht. Vor allem die vielen Bäume und Pflanzen haben uns sehr gefallen. Wir spazierten weiter in Richtung Norden zum Fuente de Cibeles, einem exakten Nachbau eines Brunnens aus Madrid. Und dann weiter zum Angel de Independencia. Wenn man sich nur den goldenen Engel auf der Statue anschaut und die Welt drumherum ausblendet, könnte man meinen man steht an der Siegessäule in Berlin. Generell sieht man die kolonialen Einflüsse doch recht häufig und präsent.

Richtung Westen verläuft von hier aus die Av. Paseo de la Reforma. Eine große Einkaufsstraße auf welcher zu unserer Reisezeit ganz viele bunte Pappfiguren anlässlich des Tags der Toten aufgestellt waren. Gemeinsam mit hunderten anderen Besuchern, schlängelten wir uns die Straße entlang und gelangten schließlich nach Chapultepec.

Ein riesiger Park mit Spielplätzen, Karussell und Hochseilgarten, aber auch Straßenhändlern und einem sehr schönen Schloss. Das Schloss steht auf einem Hügel, weshalb wir von hier oben eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Hochhäuser bekamen. Wir konnten durch das Innere des Schlosses schlendern und ein bisschen in seine Geschichte eintauchen, bevor wir durch den Park zurück ins Innere von Roma liefen.

Viele hübsche, moderne Cafés und Restaurants mit Lichterketten reihen sich hier aneinander und laden zum Verweilen ein. Es lohnt sich, sich hier einfach treiben zu lassen und ein bisschen durch die Gassen zu schlendern. Es war mittlerweile schon Dunkel, weshalb es nun wirklich mal Zeit für etwas zu Essen war. Im Zentrum von Roma gibt es unterschiedlichste nationale und internationale Küche in sehr schicken Restaurants. Von weißen, glatt gebügelten Tischdecken bis Plastikstühle und Wachstischdecken ist hier alles dabei. Diesmal gab es für uns Burger und Rippchen. Ein bisschen Sehnsucht nach den letzten drei Monaten Nordamerika steckt vielleicht noch in uns.

Donnerstag 03.11.: Pyramiden von Teotihuacán

Der Donnerstagmorgen begann für Hendrik aufgrund eines Arbeitsmeetings sehr früh. Annelie konnte zum Glück ausschlafen. Wir wollten unseren letzten Tag in Mexico City nutzen, um zu den nahegelegenen Pyramiden zu fahren. Wir nahmen ein Uber zum Busbahnhof „autobuses del norte“. Neben dem Ausgang 8 kann man hier ganz einfach ein Ticket zu den Pyramiden kaufen. (11€ für 2 Personen, hin und zurück). Hinter dem Schalter befindet sich ein kleiner Wartebereich und die Abfahrtsstation des Busses. Der Bus war ein älterer Reisebus, aber für unsere Fahrt völlig in Ordnung. Leider hielt der Bus zu Beginn jedoch alle 50m an, um noch Fahrgäste einzusammeln. Die Fahrt nach Teotihuacán dauerte ca. 1.5-2h. Hier bekamen wir erst mal ein Gefühl dafür, wie riesig diese Stadt ist. Wir sind im Norden der Stadt eingestiegen und trotzdem war nach einer Stunde Fahrt noch kein Ende der kleinen, bunten Hütten zu sehen, die die Hügel belagerten. Am Ende der Busfahrt fährt der Bus durch das Städtchen Teotihuacán („der Ort wo der Mensch zu Gott wird“), wir blieben jedoch sitzen um noch aus der Stadt hinaus bis zu den Pyramiden zu fahren.

Ein Eintrittsticket (4€ p.P.) war schnell besorgt und so konnte es auf Erkundungstour gehen. Zu unserem Reisezeitpunkt (Nov. 2022) war es nicht möglich die Pyramiden zu besteigen, vor Corona soll dies wohl noch ein Highlight hier gewesen sein. Doch wir sind trotzdem begeistert und beeindruckt von den großen Pyramiden. Auf dem Areal befindet sich die Sonnenpyramide, die drittgrößte Pyramide der Welt und die Mondpyramide, sowie ein Museum und weitere kleinere Bauten. Auf Hinweisschildern kann man ein wenig über die Kultur und Entstehung der Pyramiden lernen, welche entgegen unserer ersten Annahme noch vor den Azteken von dem Volk der Teotihuacáner gebaut wurden.

Wir verbrachten einen spannenden Tag und fuhren gegen 16 Uhr mit dem Bus wieder nach Mexico City und mit dem Uber zu unserer Wohnung. Genau pünktlich, damit Hendrik ein wenig Football schauen kann. Am Abend trafen wir uns noch mit einem Freund von Hendrik, den er auf seinem Schüleraustausch in Vancouver kennengelernt hatte. Er zeigte uns seinen Lieblingstacoladen, vor welchem ein buntes Getümmel herrschte. Grundsätzlich eher ein Stehlokal und erinnerte etwas an Curry36 in Berlin, aber viel lebhafter durch die Menschen hier. Das Essen war super lecker und man bekam diesmal zumindest auf Anhieb die Übersetzung durch Hendriks Freund. Das machte die Auswahl nicht unbedingt einfacher, da alles sehr gut klang und empfohlen wurde. Danach zogen wir noch weiter in eine kleine Bar, wo es mexikanisches und internationales Bier gab. Wir unterhielten uns über unsere Reise, bekamen Tipps und Infos rund um Mexico und hatten einen wirklich netten Abend. Da es unser letzter vollständiger Tag in Mexico City war, hier unser Fazit. Mexico City hat auf jeden Fall in Europa zum Teil einen sehr schlechten Ruf. Sicherlich gibt es in dieser großen Stadt auch einiges an Kriminalität und möglicherweise auch mehr, als in anderen Großstädten. Allerdings müssen wir sagen, dass uns die Stadt ausgesprochen gut gefallen hat und wir sie wärmstens weiterempfehlen können. Wir haben uns hier sicher gefühlt und hatten eine wunderbare Zeit. Natürlich muss man aufpassen und man sollte nicht jede Gegend betreten, aber wenn man sich vorher diesbezüglich informiert und mit gesundem Menschenverstand reist, hat man hier eine wunderbare Zeit.

Freitag 04.11.: Fahrt nach Oaxaca

Der Freitag war ein Fahrttag. Am Morgen war Koffer packen angesagt. Da unsere Rucksäcke einfach viel zu groß und zu schwer sind, haben wir einige Sachen aussortiert. Doch gefühlt war der Effekt auf das Gewicht des Rucksacks gleich null. (Annelie hatte am nächsten Tag sogar Muskelkater von 15 Minuten Rucksack tragen…) Wir hatten zuvor einen Bus nach Oaxaca gebucht. Oaxaca ist eigentlich ein Bundesstaat, die Stadt, in die wir fahren heißt Oaxaca de Juarez und ist die Hauptstadt dieses Bundesstaates. Jeder hat uns aber verstanden, wenn wir nur von Oaxaca geredet haben. In Mexiko gibt es, ähnlich wie der Flixbus in Deutschland, verschiedene Fernbuslinien. Jede Buslinie hat hier einen unterschiedlichen Komfort. Bspw. gibt es die Ado Linie oder OCC, Ado Glamour und Ado Premium. Wobei letzterer meist als Nachtbus verkehrt und die Unterschiede in den Linien in der Beinfreiheit und dem Komfort an Board bestehen. Wir fuhren vom Busbahnhof TAPO ab, wo man durch einen kleinen Tunnel in eine Art Bahnhofshalle kommt. Am Schalter der jeweiligen Buslinie (zumindest in unserem Fall bei Ado Glamour) kann man dann das Gepäck einchecken, wodurch sichergestellt wird, dass das Gepäck nicht verloren geht. Am Ende der Busfahrt bekommt man das Gepäck gegen ein zuvor ausgestelltes Ticket wieder.

Im Bus selber hatten wir angenehme Plätze, mit viel Beinfreiheit. Die 7 Stunden Fahrt waren angenehm und vergingen dank vieler heruntergeladener Serien recht schnell. Vom Busbahnhof in Oaxaca bis zu unserer Unterkunft waren es 12 Minuten zu Fuß, welche mit unserem Gepäck und der Wärme schon ein wenig anstrengend waren. Diesmal hatten wir eine etwas außergewöhnliche Unterkunft. Auf dem Dach des Hauses wurde aus Holz eine Art Wohnkuppel gebaut, welche ein Bett, Dusche und Bad hat und sogar eine eigene Terasse.

Am Abend schlenderten wir dann noch durch die kleinen, bunten Gassen des Ortes auf der Suche nach etwas zu Essen. Überall um uns herum herrschte super viel Lebensfreude und positive Energie. Am Platz vor einer kleinen Kirche begegnete uns ein Hochzeitszug. Eine Blaskapelle sorgte für die Partymusik, riesige Puppen, welche die Braut und den Bräutigam symbolisierten, führten den Zug an und Hochzeitsgäste und Touristen tanzten hinterher. Spätestens jetzt merkten wir, dass wir in einem anderen Kulturkreis angekommen sind. Die Temperaturen waren sehr angenehm und es fühlte sich an, als wären wir in Italien. Passend dazu, fanden wir ein hübsches Restaurant, in dem wir Pizza und Nudeln aßen. Aber nicht nur irgendeine Pizza, Hendrik war mutig und bestellte sich eine Heuschreckenpizza, welche wohl auch sehr lecker war.

Samstag & Sonntag 05.-06.11.: ein Wochenende in Oaxaca

Am Wochenende darf man die Dinge gern mal ein wenig ruhiger angehen. Also schliefen wir aus und verbrachten unsere Vormittage auf unserer Terrasse. Ein wenig Arbeit und Uni stand auf dem Plan und ansonsten genossen wir die Sonne. Am Nachmittag machten wir uns dann jeweils auf, ein wenig die schöne Stadt zu erkunden. Oaxacas Zentrum, ein UNESCO-Weltkulturerbe, besteht aus vielen hübschen Kopfsteinplastergassen, deren Ränder von bunten, kleinen Häusern gesäumt sind. Überall werden Kunstwerke, Getränke oder regionales Essen angeboten und gefeiert wird sowieso an jeder Ecke. Es herrscht ein buntes Treiben aus Einheimischen und Touristen, die die Stadt genießen. Am Samstagabend war wieder wildes Treiben auf den Straßen, mit viel Musik und auch wieder Umzüge mit mexikanischen Kapellen und Tänzern. Als wir uns schon bettfertig gemacht hatten, kam am Samstagabend eine dieser Gruppen direkt an unserer Unterkunft vorbei. So viel Lebensfreude und gute Laune sind einfach grandios. Dazu gab es dann immer mal wieder aufsteigendes Feuerwerk von den verschiedensten Orten. Es hat uns viel Freude bereitet, das Ganze mitzuerleben.

Am Tage lohnt es sich einfach sich ein wenig in der Stadt zu verlieren und auf dem Weg durch das Zentrum das ein oder andere hübsche Café zu besuchen oder Souvenir zu ergattern. Besonders gefallen uns die vielen Innenhöfe, welchen kleinen Oasen gleichen. Oft befinden sich hier hübsche Cafés oder liebevoll gepflegte grüne Gärten, welche man vom Äußeren des Hauses nicht erwartet hätte. Oaxaca ist als kulinarisches Highlight in Mexiko bekannt. Internationale Küche mischt sich mit regionalen Köstlichkeiten und für einen vergleichbar moderaten Preis, kann man in Oaxaca recht schick dinieren. Aufgrund der vielen Touristen können wir uns hier in einigen Restaurants und Cafés auch auf Englisch verständigen, was für uns die Essensbestellung erheblich erleichtert. Auch den Sonntagabend trieben wir durch die Stadt. An einigen Ecken traten Bands auf und spielten vor spontan stehenbleibendem Publikum. Wir aßen in einem Innenhof, wo man individuell Gerichte aus diversen kleinen Restaurants mit unterschiedlichen Richtungen ordern kann. Währenddessen versorgte uns eine Band live mit Musik. Im Anschluss holten wir uns dann von einem Straßenhändler frisch gebackene und dann gerollte Waffeln als kleines Dessert. Ein toller Ausklang des Abends.

4 Kommentare zu „14. Woche 31.10.-06.11. Mexico City, Teotihuacán & Oaxaca

  1. karinoma. es ist unglaublich was ihr hier in Mexico erlebt.Ich habe wirklich eine ganz andere Vorstellung von dem Land.Die Bilder im TV waren zuletzt Menschen die in Brettertbuden wohnen und versuchen über einen hohen Zaun in die USA zu gelangen-

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    1. Hallo Oma
      Ja wir sind auch positiv überrascht. Mexiko ist einfach sehr groß und sehr vielseitig. Es gibt natürlich sehr viele arme Gegenden, aber eben auch sehr viele schöne Orte mit hübschen Häusern und allem was das Reiseherz begehrt.

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