Unser Auto

Unser Auto

Dieser Beitrag widmet sich zu 100% unserem Auto, damit ihr wisst, womit wir unterwegs sind, ohne, dass die Details den eigentlichen Blog sprengen oder man nicht mehr weiß, wo was zum Auto stand.

Technische Details

Baujahr: 1999
Marke: Toyota
Model: 4Runner
KM bei Ankauf: 319.000
KM bei Verkauf: 336.000
Kraftstoff: Benzin
Reifen: All Terrain Alljahresreifen
Das Fahrzeug hat Allradantrieb und verbraucht durchschnittlich 12L/100 km.

Ausbau

In den hinteren Teil des Autos wurde ein klappbares Bett gebaut, welches unter dem Bett Stauraum für viel Equipment, Essen und Kleidung bietet. Wir haben aktuell folgendes Equipment:

  • Camping Gaskochplatte mit zwei Kochfeldern
  • Teller und Besteck
  • Töpfe, Pfannen und Schalen
  • Schneidebretter
  • 12V Auto Kühlschrank/-box
  • Reservekanister
  • Startkabel inklusive Powerbank, für Start ohne anderes Auto
  • Solar Lichterkette
  • Taschenlampen und Feuerzeuge
  • Taschenmesser
  • Kissen & Schlafsäcke
  • Camping Dusche
  • 5L& 25L Wasserkanister
  • zwei Angelruten & Köder
  • Bärenspray
  • Mückenspray
  • Campingtisch & Stühle
  • Säge
  • Axt
  • Hammer
  • große Plane (haben wir nie genutzt)
  • Seile aller Art

Tipps zum Autokauf

Was würden wir wieder so machen?

  1. Allradantrieb/ Geländetauglichkeit:
    Nummer eins auf unserer Liste ist auf jeden Fall die Geländetauglichkeit. Die schönsten Zeltplätze hatten meist keine asphaltierte Zufahrtsstraße. Vor allem, wenn ihr auf kostenfreien Stellplätzen stehen wollt, erweitert ein Allradantrieb eure Möglichkeiten enorm. Wir haben uns außerdem oft einfach sicherer gefühlt, da wir nie überlegen mussten, ob wir da lang kommen bzw. wieder rauskommen. Auch der Dalton Highway wäre mit einem anderen Auto nicht möglich gewesen.
  2. Benzinverbrauch
    Unser Auto hat 12L/100 km verbraucht. Größere Vans oder Wohnmobile verbrauchen mindestens das Doppelte. Vor eurem Autokauf, solltet ihr euch überlegen, wie viel Budget ihr fürs Tanken einkalkulieren wollt. Bedenkt auch, dass die Tankpreise in abgelegenen Regionen sehr viel teurer sind, als in Städten.
  3. Campingausstattung
    Wir haben auf unserer dreimonatigen Reise nicht eine Sache vermisst. Unsere Säge und Axt haben wir oft zum Feuerholz machen benutzt und einmal war ein Baum auf die Straße gefallen. Auch das Batterie/Starter-Kit hat uns enorme Sicherheit gegeben, wenn wir in abgelegenen Regionen unterwegs waren. Ein Extra-Benzinkanister ist zudem ein Muss. Wer genug Platz hat, kann auch über einen zweiten Kanister nachdenken, je nachdem wie viele Remote-Straßen ihr fahren wollt (Bspw. Dempster/Dalton Highway). Wichtig waren außerdem unsere Schlafsäcke und eine extra Decke. Gerade am Ende unserer Reise hat der Winter schon an die Tür geklopft und nachts waren es meist Temperaturen um den Nullpunkt. Wer keine Heizung in seinem Camper hat, sollte lieber eine Decke mehr mitnehmen.

Was würden wir anders machen?

  1. Autogröße
    Dank der Größe unseres Autos, hielt sich unser Benzinverbrauch in Grenzen, wir kamen in jede Parklücke und hatten keine Extrakosten auf der Fähre. Doch gleichzeitig hätten wir uns an manchem regenreichen Herbstabend ein größeres oder beheizbares Gefährt gewünscht. Oft mussten wir am frühen Abend ins Bett, da es draußen zu kalt oder zu nass war. Auch das duschen, umziehen, kochen, Zähne putzen macht draußen bei einstelligen Temperaturen und Regen keinen Spaß. Für ein kleines Budget ist die Camper-Auto-Lösung auf jeden Fall geeignet. Wir würden jedoch aufgrund des höheren Komforts das nächste Mal nach einem größeren Camper oder Pickup-Camper suchen.
  2. Autowissen
    Wir haben beide leider nur ein sehr begrenztes Wissen über Autos. Es lohnt sich auf jeden Fall vor der Reise ein bisschen Recherche zu betreiben und die wichtigen Autovokabeln auf Englisch parat zu haben. Wie ein Reifenwechsel funktioniert und der Ölstand gemessen wird, sollte aber wenigstens auf jeden Fall klar sein. Ein bisschen mehr Wissen kann aber auf jeden Fall nicht schaden.
  3. Versicherung
    Wir haben für unsere Versicherung zu viel bezahlt. Da wir diese nur für 3 Monate abgeschlossen haben, mussten wir einen Kurzzeit-Zuschlag zahlen. Dieser fällt bei längerer Versicherungsdauer weg. Die Versicherung selber kann man jedoch jederzeit kündigen und erhält zu viel gezahltes Geld zurück. Sinnvoll ist es also, die Versicherung für bspw. 1Jahr abzuschließen und die Versicherung nach 3 Monaten zu kündigen. Die restlichen 9 bezahlten Monate bekommt man dann zurückerstattet.

Wie funktioniert der Autokauf in Kanada?

Alle offiziellen Informationen findet ihr hier.

Wir haben unser Auto in Vanocuver, BC gekauft. Alle Infos beziehen sich also auf diesen Bundesstaat und können in anderen Regionen abweichen.

Der Autokauf und -verkauf ist in British Columbia sehr einfach.

  1. Autosuche:
    Wir haben hauptsächlich in Facebook-Gruppen, auf craigslist oder kiiji.ca gesucht.
  2. Autokauf
    Ihr könnt euer Auto in Bar bezahlen oder per Überweisung oder Paypal etc. Das könnt ihr mit dem Autoverkäufer persönlich klären. Mit diesem müsst ihr diesen Vertrag ausfüllen. Ihr geht am besten zusammen zu einem Auto Insurance Broker, dadurch ist sichergestellt, dass alle Infos und Unterschriften geleistet werden können. Dem Broker müsst ihr den Vertrag geben, eure (internationalen) Führerscheine und Reisepässe vorlegen. Der Verkäufer muss ein Teil seiner Versicherungs- und Registrierungsbestätigung abgeben. Außerdem sucht ihr euch hier eine Versicherung aus. Wenn all das erledigt ist, dürft ihr euch ein Kennzeichen aussuchen. Wir haben ein Nationalparkkennzeichen (+50 $) gekauft. Für normale Kennzeichen zahlt ihr keine Zusatzkosten. Ist all das erledigt, schraubt der vorherige Besitzer sein Kennzeichen ab und ihr schraubt eures an. Und dann seid ihr „Ready to go!“.
  3. Autoverkauf
    Der Autoverkauf kann sich je nach Jahreszeit schwieriger oder einfach gestalten. Wir haben festgestellt, dass im Sommer sehr viele Autos für gutes Geld verkauft werden, im Winter werden v.a. Camper, verständlicherweise, eher schwer verkauft. Da ihr nun schon wisst wie ein Kauf/Verkauf abläuft, ist die Organisation selber natürlich viel einfacher.

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