Montag 19.12.: Tschüss Meer, ab ins Inland

Am Montag hatten wir beschlossen, dass es Zeit war aufzubrechen und die schöne Nicoya Halbinsel zu verlassen. Wir hatten das Gefühl hier jetzt schon vieles gesehen zu haben und die schönsten Stellplätze lagen hinter uns. Wir statteten uns mit fruchtigen Smoothies aus, drehten die Musik auf und los ging es zurück ins Hochland. Die Fahrt war leider nicht ganz so aufregend, wie unsere letzten Fahrten. Autobahnen und Landstraßen wurden irgendwann zu kleinen gut ausgebauten Bergstraßen und wir erreichten gegen zwei Uhr Nachmittag unser Ziel, das Bijagua Ranas Reservat.

Wir hatten gelesen, dass man hier wohl recht günstige geführte Touren bekommt und vor allem Faultiere sehen soll. Bei unserer Ankunft sah das Gelände eher etwas ausgestorben aus und wir wollten schon fast wieder umkehren, fanden dann jedoch noch einen Mitarbeiter des Reservats. Ganz spontan und unkompliziert bezahlten wir unseren Eintritt (15$/Person) und machten uns mit dem Guide auf in den Wald. Das Reservat ist im privaten Familienbesitz und daher von der Größe recht überschaubar. Trotzdem kann man hier viele verschiedene Tiere sehen und eben vor allem Faultiere. Diese halten sich hier freiwillig auf, da sie wahrscheinlich hier gut geschützt sind und wenig Gefahren zu fürchten haben.

Nach einigen Metern hielten wir an und unser Guide meinte, wir sollen mal nach einem Frosch suchen, der sich hier versteckt. Ein grüner, kleiner Frosch im grünen, großen Dschungel. Dagegen ist jedes Wimmelbuch ein Klacks. Der Guide freute sich sehr darüber, dass seine List aufgegangen war und zeigte uns dann irgendwann den Frosch. Unter einem braunen Blatt hatte er sich kaum erkennbar zusammengekauert und verbrachte da sein Mittagsschläfchen.

Uns wurde noch erklärt, dass man eigentlich keine Tiere in Costa Rica anfassen darf, für uns machte der Guide jedoch eine Ausnahme, wir sollen es nur nicht erzählen… Das kann man jetzt natürlich ein bisschen kritisch betrachten, sind diese Regeln doch gar nicht so unnütz. Er holte den Frosch also aus seinem Blatt heraus und so bekamen wir die Möglichkeit den Kleinen in seiner vollen Pracht zu sehen. Wie ein kleines Model setzte er sich perfekt ins Licht auf eine Blüte und posierte für ein Foto. Nach ein paar Minuten sorgte der Guide jedoch wieder dafür, dass der Frosch an seinen geschützten Platz zurückkommt und jetzt hoffentlich ungestört weiter schlafen kann. Auf den Frosch folgte ein noch schweres Suchspiel. Eine perfekt getarnte Echse versteckte sich einige Meter von uns entfernt in den Bäumen. Auch wenn wir es versuchten, war es hier quasi unmöglich ein Foto des Tieres zu erhaschen.

Auf unserem weiteren Weg begegneten wir fleißigen Ameisenvölkern, die ihren Bau mit allerlei Blättern versorgten, Mini Honigbienen, die in einem großen Baum lebten und dann endlich sahen wir auch unser erstes Faultier. Wie eine fette, dunkle Kugel hockte es im Baum und war für ein ungeschultes Auge nicht zu erkennen. Mit der Zeit wachte es dann langsam auf und begann ein paar Blätter zu pflücken und zu essen. Wir lernten, dass es hier im Park zwei verschiedene Faultiere gab. Sie unterscheiden sich anhand ihrer Füße. Das Zweifinger-Faultier ist ein wenig agiler als das Dreifinger-Faultier, besitzt eine andere Gesichtsform und unterscheidet sich z.B. in der Länge der Austragung und allgemeinen Lebensweise. Wir hatten das Glück, alle beiden Arten auf unserer Tour zu sehen.

Es war wirklich sehr lustig und niedlich, wie sich die Faultiere in Zeitlupe bewegt haben und dabei einen Blick drauf hatten, als hätten sie ein paar andere Pflanzen gegessen. Sie schienen ein bisschen in ihrer eigenen Welt zu leben. Am Ende unserer Tour sahen wir sogar noch ein Jungfaultier, welches erst seit Kurzem ohne seine Mami unterwegs war. Es ist immer wieder spannend, wo man alles nach Tieren Ausschau halten muss. Auf der Unterseite von Bananenblättern, zeigte uns der Guide, schlafen tagsüber manchmal Fledermäuse. Auch wenn die Tour durch die Größe des Parks nicht so lang war und unser Guide leider aufgrund der Spanisch/Englisch Sprachbarriere nicht so viel erzählten konnte, hat sich der Zwischenstopp für uns definitiv gelohnt. Es reicht, wenn man einen halben Tag für das Reservat einplant. Wer möchte, könnte die Tour noch um eine Schokoladen- und Kaffeetour verlängern. Diese heben wir uns jedoch für Kolumbien auf.

Mittlerweile war es später Nachmittag und wir machten uns auf, einen Schlafplatz zu finden. Unser erster Versuch, ein Wildcampingspot, war leider nicht erfolgreich. Zu viel Müll, zu wenig Platz und zu nass. Also weiter zu einem Campingplatz. Als wir da ankamen, war jedoch kein Mensch weit und breit zu sehen. Lediglich eine Kuh graste gemütlich auf der Rasenfläche. Daher hieß es auch hier: umdrehen. Auf unserem Rückweg lief uns dann ein winkender Mann entgegen, der, wie sich rausstellte, der Besitzer des Campingplatzes, beziehungsweise der Weide, war. Auch wenn er nur Spanisch sprach, gab er sich größte Mühe uns sein hübsches Plätzchen zu zeigen. In einen Holzschuppen hatte er Dusche und Toilette gebaut und auf der großen Rasenfläche gab es genug Platz für unser Auto, sowie einen Unterschlupf mit Strom. Als Highlight führte hinter dem Platz noch ein Fluss entlang, welcher ähnlich eines Gebirgsflusses, milchig türkis gefärbt war. Rundum gesagt, hatten wir ein wirklich gemütliches Plätzchen zum Schlafen gefunden.
Dienstag 20.12.: ein anstrengender Fahrtag

Unser Morgen begann mit einem erfrischenden Bad im kalten Fluss. Das sollte aber auch das spannendste Highlight des Tages werden. Wir hatten uns vorgenommen nach der Westküste, die Ostküste Costa Ricas zu erkunden. Der Weg dahin war dann alles andere als gemütlich. Fast die gesamten 333 Kilometer führten über eine einspurige Riesenbaustelle. LKW reihte sich hinter LKW, hinter Kleintransporter und dazwischen waren wir. Die Zeit schien einfach nicht zu vergehen, die Kilometer nicht weniger zu werden und die Laune ging immer weiter in den Keller. Nach ewigen Stunden Fahrt erreichten wir dann im Halbdunkeln unseren Schlafplatz.

Da die Karibikküste aufgrund der Armut der hier lebenden Bevölkerung ein bisschen gefährlicher ist, als viele Teile der Westküste, empfiehlt es sich, auf abgeschlossenen, offiziellen Stellplätzen zu übernachten. Wir konnten unser Auto auf einer Wiese eines Hostels parken und kaum war der Motor ausgestellt, setzte der Tropenregen ein. Um ehrlich zu sein, kam in uns schon die Frage auf, ob sich der Weg hierher wirklich gelohnt hat. Wir wussten zwar, dass es hier oft sehr nass sein kann, dass wir jedoch zur regenreichsten Zeit hierherfahren, hatten wir in unserer Planung irgendwie übersehen. Glücklicherweise hielt unser Dachzelt dicht und so verbrachten wir trotz des Regens eine trockene Nacht.
Mittwoch 21.12.: Arbeit und Regen in Puerto Viejo

Wie sollte es anders sein, so begann auch dieser Tag mit viel Regen. Das einzig Gute ist, dass es draußen so warm ist, dass wir im Regen wenigstens nicht frieren. Wir wollten den Tag nutzen, um ein bisschen zu arbeiten und weitere Dinge zu planen. Schließlich klopft schon unser nächstes Reiseland an der Tür und so langsam müssen wir uns auch wieder mit der Zeit nach unserer Reise beschäftigen. So schnappten wir uns unsere Laptops und setzten uns in den Gemeinschaftsbereich des Hostels.

Das Hostel besteht aus mehreren überdachten Ebenen, unter denen eigene Zelte aufgestellt oder vorhandene Zelte gemietet werden können. Wir sind ganz froh, dass wir mit unserem Camper auf der anderen Wiese nebenan stehen können und haben damit definitiv den schöneren Platz erwischt. Wir teilen uns unsere Wiese nur mit einem weiteren Van und haben daher viel Ruhe bei uns und die Anlage quasi für uns allein. Hier im Hauptbereich des Hostels ist dann doch ein bisschen mehr los. Der eine übt, wie man mit Feuer jongliert, der nächste schneidet sein neues Musikvideo (ohne Kopfhörer) und der andere hat ein großes Bedürfnis alle anzusprechen, die nicht super beschäftigt sind. Den absolut perfekten Arbeitsplatz haben wir also leider nicht gefunden, aber ein bisschen Arbeit haben wir dann doch geschafft. Und wer sonst kann schon behaupten, dass im Büro mal ein Faultier vorbeigeschaut hat?

Am Nachmittag erkundeten wir noch ein wenig Puerto Viejo. Eine kleine Hauptstraße schlängelt sich durch den Ort und links und rechts von ihr findet man kleine Hostels, Cafés und Souvenirstände. Wir machten nur einen Abstecher zum Einkaufsladen und zum kleinen Stadtstrand, bevor es uns wieder zu unserem Campingplatz zog. So ganz warm geworden sind wir mit dem Örtchen nicht. Uns war es einfach zu voll und zu eng. Es ist wirklich nicht schlecht hier, aber irgendwie „fühlen“ wir den Ort nicht so, wie zunächst gehofft. Letztendlich spricht aber vielleicht genau das wiederum für den Ort. Denn er unterstreicht einmal mehr, welche Vielfalt Costa Rica zu bieten hat. Irgendwo findet jeder sein Plätzchen.



































Donnerstag 22.12.: Die Karibik genießen

Hendrik ist mal wieder als Erster wach. Schon ab 5:30 Uhr, wenn es so langsam hell wird, begann für ihn der Tag. Wenn um 17:30 Uhr die Sonne untergeht, man um 21 Uhr sich schlafen legt und generell sehr ausgeruht ist, ist das durchaus nachvollziehbar. Hendrik verließ das Dachzelt, schnappte sich den Computer und ging zum Gemeinschaftsort, dort konnte er dann noch schön etwas arbeiten, während das Hostel und auch Annelie noch weiterschliefen. Im Anschluss wurde bei einer Bäckerei, die uns empfohlen wurde, gefrühstückt, nachdem diese am Vortag leider Ruhetag hatte.

Wir wollten der Karibikseite nochmal eine Chance geben. So hatten wir doch auf dem gestrigen Spaziergang gelesen, dass es vor der Küste einige Korallenriffe gibt. Was bedeutet, dass man hier gut schnorcheln kann. Also setzten wir uns ins Auto und fuhren gut 15 Minuten gen Süden. Uns begrüßte ein schmaler, aber hübscher Strand, an dem tosend die Wellen brachen. Wir ahnten schon, dass es vielleicht ein wenig zu stürmisch zum Schnorcheln sein könnte. Mutig stürtzte sich Hendrik ins kühle Nass und musste leider nach wenigen Schwimmzügen feststellen, dass durch den von den Wellen aufgewirbelten Sand die Sicht sehr beschränkt ist. Da bringen einem leider auch die schönsten Korallenriffe nichts.

Wir beschlossen, dass es für uns reicht mit der Ostseite Costa Ricas und dass wir lieber zurückwollten in den sonnigen Westen. Also ab ins Auto und los. Nach über zwei Stunden Fahrt bemerkten wir, dass es wohl langsam mal wirklich Zeit zum Tanken war. Dank vieler hügeliger Bergstraßen reduzierte sich unsere geschätzte Reichweite extrem. Unsere erste vermeintliche Tankstelle war keine, die nächste war noch ein paar Kilometer entfern. Die Tankanzeige blinkte nur noch und unsere Reichweite lag bei nicht mehr als 50 km. Als die nächste Tankstelle dann endlich in Sicht kam, erhielten wir vom Auto als Reichweite nur noch einen Error. An der Tankstelle hieß es also „Einmal volltanken“ und mit 60 Litern Diesel im Gepäck fuhren sich die weiteren Kilometer schon viel entspannter.

Leider hatten wir bei unserem ersten Campingplatz kein Glück. Mittlerweile war es knapp nach 17 Uhr und damit langsam dunkel. Der Campingplatz war verriegelt und verrammelt und bis auf einen kläffenden Hund war wohl niemand anwesend. Zum Glück hatten wir noch eine weitere Campingmöglichkeit und so nächtigten wir hoch oben in den Nebelbergen. Als wir gerade kochen wollten, begann dann auch wieder der Dauerregen und hörte auch die ganze Nacht nicht mehr auf. Wir träumten die Nacht vom Strand und blauen Himmel, der uns bald wieder erwarten würde.
Freitag 23.02.: Durch die Wolken bis zum Meer

Das gute Wetter und die schöne Sicht blieben auch an diesem Morgen leider aus. Es regnete aus Strömen weiter. Alles um Jacky herum war inzwischen mehr Schlamm als Wiese und auch die beiden Vulkane konnte man definitiv nicht sehen. Generell war die Sicht sehr beschränkt, da uns dichter Nebel der tiefliegenden Wolken umgab. Also wurden schnell die ganzen Sachen gepackt, das Dachzelt zusammen geklappt und ohne Frühstück setzten wir uns ins Auto. Auch das schnelle Abbauen brachte nichts, wir waren ordentlich nass. Das Ziel, die Westküste, mit hoffentlich wieder warmer Sonne, war omnipräsent in unseren Gedanken.

Hörbuch an, anschnallen und los geht die wilde Fahrt. Das Navi zeigte uns eine Fahrzeit von ungefähr fünf Stunden an und wir wussten aus der Erfahrung, dass man da meist noch etwas Zeit hinzuaddieren muss. Nach etwas mehr als vier Stunden Fahrt, über die kurvenreichen Bergstraßen Costa Ricas, freuten wir uns dann, als wir die ersten blauen Flecken am Himmel sahen und dann sogar kurz die Sonne. Dann kam das Meer wieder zum Vorschein und unsere Laune wurde schlagartig wieder so richtig gut. Wir erreichten schließlich unseren Schlafplatz. Ein kleiner gemütlicher Campingplatz, wo wir die kommenden zwei Nächte verbringen wollen. Nachdem wir uns ausgebreitet haben, ging es erstmal den nahegelegenen Strand erkunden.

Keine einhundert Meter entfernt liegt der Strand und wir waren direkt vom Anblick fasziniert und begeistert. Es war einfach richtig schön. Der Strand ist extrem lang und relativ leer, beziehungsweise verteilt es sich sehr angenehm. Wir spazierten etwas den Sandstrand entlang und ließen unsere Haut von der restlichen Sonne wärmen. Als wir am Abend gerade bei der Essenszubereitung waren, fing es tatsächlich wieder an zu regnen. So ein Mist, wir dachten echt, wir seien dem Regen entkommen. Entgegen der Vorhersage dauerte dieser auch nur 45 Minuten und war dann zum Glück vorbei. Außerdem war es hier wieder so warm, dass wir den Regen ohne Probleme in Badesachen aushalten konnten.
Samstag 24.12.: Weihnachten unter Palmen

Früh waren wir wieder wach, nicht wegen der Aufregung, dass es endlich Heiligabend werden würde, sondern schlichtweg, weil der erste von uns (Hendrik) inzwischen spätesten gegen 6 Uhr wach ist. Nach einem kleinen Rührei-Frühstück wurde erstmal mit Teilen der Verwandtschaft in Deutschland telefoniert. In Deutschland war es schon später Nachmittag, hier begann gerade erst der Tag. Kurz bevor wir telefonierten, entdeckten wir dann noch in einem Baum, hoch oben in der Krone, einen wunderschönen Papagei. Es war ein hellroter Ara oder auch Scharlachara genannt. Für die Kamera leider zu weit weg, um ein wirklich schönes Foto zu schießen, mit dem Fernglas allerdings wunderbar zu erkennen. Wir waren sehr begeistert von diesem wunderschönen Tier.

Im Anschluss wurden dann die Bade- und Schnorchelsachen gepackt und es ging zum Strand. Um 9Uhr war Ebbe. Den Zeitpunkt verpassten wir zwar, wollten aber noch die nur langsam hereinkommende Flut nutzen, um auf den „Whale Tail“ zu gelangen. Etwa drei Kilometer von unserem Campingspot entfernt befindet sich die kleine vorgelagerte Landmasse und Riff, zu dem ein kleiner Strandstreifen führt. Allerdings ist die berühmte Landzunge nur bei Ebbe erreichbar. Bei Flut wird der Zugang vollständig überflutet. Wenn man auf die Formation bei Ebbe aus der Luft schaut, ähnelt diese sehr einer Schwanzflosse eines Wales, daher auch der Name „Whale Tail“.

Die Sonne prasselte hemmungslos auf unsere Körper und wir fingen ordentlich an zu schwitzen, wodurch wir sehr froh waren, endlich in das Wasser zu gehen. Hendrik schnappte sich seine Flossen und die Tauchermaske und zog los, während Annelie eher am Strand entspannen wollte. Gut zwei Stunden war Hendrik unterwegs und sah dabei alle möglichen Tiere.

Die verschiedensten Kugelfische, Seeigel, Seesterne, Langusten und diverse kleinere und größere bunte Fische. Sogar eine Muräne konnte er erspähen. Die halbe Bucht erkundete er. Als er aus dem Wasser stieg, war die Landbrücke zum „Whale Tail“ schon vollständig unterwasser. Wir genossen noch die Sonne und den schönen Ausblick, ehe wir uns für den Heimweg entschieden. Buckelwale, die aktuell wieder beginnen in diesen Gefilden anzukommen, haben wir leider nicht gesehen. Interessanterweise wären es die Buckelwale, die aus Nordamerika kommen, also solche, die wir bei unserer Vancouver Island Überfahrt gesehen haben.

Wir liefen diesmal nicht am Strand zurück, sondern durch die Straßen. Zunächst hielten wir an einem kleinen Restaurant, welches Smoothies anbot. Auf einen richtig schön frischen und kühlen Fruchtsmoothie hatten wir in dem Moment so richtig Lust. Die schmeckten auch beide sehr lecker. Dann liefen wir weiter durch die Mittagssonne in Richtung unseres Stellplatzes. Wir mussten feststellen, dass es hier quasi kein Zentrum oder Städtchen gibt. Auf dem Weg zurück entdeckte Annelie dann noch einen ganzen Baum voll mit Scharlacharas. Ungefähr sechs bis acht Stück saßen und hingen im Baum und fraßen die Früchte. Leider wieder sehr weit oben und nur mit dem Fernglas gut zu erkennen. Für Fotos mit dem Objektiv leider nicht perfekt zu fotografieren. Wir hoffen nochmal welche von etwas näher beobachten und fotografieren zu können. Vielleicht haben wir ja nochmal Glück.

Wir sind auf jeden Fall ganz begeistert von diesen wunderschönen Tieren. Diese Farbenpracht und Größe der Tiere sind einfach phänomenal. Somit konnten wir wieder ein Tier von unserer Liste streichen, wobei wir ehrlicherweise auf noch einige Begegnungen mit den schönen Tieren hoffen. Solch saftige Farben sind wirklich einmalig. Als wir wieder beim Campingplatz waren und wir wieder Internet hatten, wurde nochmal mit den Familien telefoniert. Wir freuten uns außerdem über den Schatten, um etwas herunterzukühlen. Annelie spielte dann noch Friseur und schnitt Hendrik die Haare. Gegen halb fünf machten wir uns dann nochmal auf den Weg zum Strand.

Wir hatten unsere Campingstühle dabei und mixten uns leckere „Sun-downer“-Cocktails und erfreuten uns an der schönen untergehenden Sonne. Ein weiterer Tag im Paradies. Wir saßen auch noch einige Zeit nach dem Sonnenuntergang in unseren Stühlen am Strand und redeten einfach über das Leben und alles Mögliche. Dann ging es zurück und es wurde Zeit für das Abendessen. Wir hatten zwar zuvor überlegt an Heiligabend Essen zu gehen, hatten dann aber, als es so weit war, gar nicht mehr die Lust nochmal loszugehen. Somit blieben wir daheim und kochten uns sehr leckere Gnocchi mit Tomatensoße. Ein sehr gelungener und schöner Tag, zwar ohne viel Weihnachtsstimmung, aber trotzdem ausgesprochen schön. In diesem Sinne wünschen wir auch nochmal allen, die uns hier begeistert folgen, wunderschöne und besinnliche Weihnachten.
Sonntag 25.12.: Jeder für sich
Wir entschieden uns nicht weiterzufahren, sondern noch einen Tag und eine weitere Nacht an dem Ort zu verbringen. Wir fühlen uns einfach wohl. Wir entschieden uns für einen Individualtag, jeder macht das, worauf er gerade Lust hat und das auch gerne ohne den Anderen. Doch zunächst ging es für ein Frühstück zu einem Bagel-Laden, der fünfzehn Minuten Fußmarsch entfernt lag. Die Sonne war auch am Morgen schon wieder sehr schweißtreibend und unbarmherzig. Wir kamen bei dem Laden an und unsere Befürchtung wurde wahr, geschlossen. Nun gut, also den Weg wieder zurück, und bei einem Minimarkt wenigstens etwas zu Trinken und ein Baguette kaufen. Die Preise ähnelten denen in Berliner Spätis.

Während wir gemütlich unser Frühstück verzehrten, bemerkten wir, wie sich um einen Bananenbaum versammelt wurde und alle etwas weiter nach oben schauten. Hendrik ging hin und ihm wurde direkt der Tukan gezeigt, der sich gerade an den Bananen satt fraß. Schnell zückte Annelie die Kamera und wir konnten ein paar schöne Fotos von diesem tollen Tier machen. Wir hatten Tukane bisher nur bei Autofahrten im Flug gesehen, nun endlich vom Nahen und voller Pracht. Nach einiger Zeit wurde es dem Vogel dann zu viel Trubel und er flog weiter. Wir aßen auf und machten uns dann allmählich bereit für den Strand. Doch bevor wir zum Strand gingen, zeigten sich tatsächlich nochmal zwei Tukane, diesmal im Baum direkt über unserem Stellplatz. Fantastische Tiere!

Wir sind von unserem Camping-Spot wirklich begeistert. Sowohl der Inhaber, als auch die anderen Reisenden sind super lieb. Mit einigen von ihnen sind wir schon ins Gespräch gekommen. Wir finden es auch klasse, dass man direkt am Campingplatz alle möglichen Tiere sehen kann, von den Aras, über Leguane und Eichhörnchen, bis hin zu Tukanen war schließlich alles dabei. Wir fühlen uns wirklich wohl und haben hier tolle Tage verbracht. Man lernt mit der Zeit auch, die verschiedenen Tiere an ihren Lauten besser zu erkennen, so wissen wir inzwischen ganz genau, wann ein Papagei in unserer Nähe ist, oder wann andere Tiere rufen. Es raschelt schließlich immer irgendwo im Gebüsch, es gibt immer Geräusche und man ist stets auf der Suche nach der nächsten Entdeckung.

Wir gingen gemeinsam zum Strand und tobten in den Wellen. Das Wasser ist wirklich warm und selbst für Annelie kaum eine Abkühlung. Im Anschluss hat sich Hendrik unter die Palmen auf einen Campingstuhl gesetzt und im Schatten gelesen, während Annelie am Campingplatz am Laptop gearbeitet hat. Es war ein wirklich ruhiger und schöner Tag. Der Strand is herrlich und die Sonne tut gut. Am Abend kochten wir uns Nudeln und verbrachten den Sonnenuntergang wieder am Strand. Es ist hier wirklich sehr angenehm und schön.


























































Karinoma, es ist doch wunderbar wie die Natur die Farben , bsonders der Vögel, gemacht hat.Der Bericht ist wieder wunderbar.Morgen gehe ich wieder zum Opa da schauen wir uns gemeinsam alles an.
LikeLike
Ja es ist wirklich beeindruckend was die Natur so macht! Wir wünschen weiterhin viel Freude beim angucken!
LikeLike